Geschlossen für unsere Sache kämpfen

Manfred Hölzlein steht für weitere fünf Jahre an der Spitze des Verbandes der bayerischen Bezirke. Mit großer Mehrheit stimmten die Delegierten der Konstituierenden Verbandsversammlung kurz vor Weihnachten in Bad Windsheim erneut für ihn als Verbandspräsidenten.

Hölzlein zur Seite steht als neuer Vizepräsident Günther Denzler, der auch Bezirkstagspräsident von Oberfranken und Landrat des Landkreises Bamberg ist. Er tritt die Nachfolge von Franz Jungwirth an, der nicht mehr für dieses Amt kandidiert hatte.

Bestätigt in der Funktion als zweiter Vizepräsident und Schatzmeister wurde Fritz Körber. Das neue Präsidium komplettiert zudem das Geschäftsführende Präsidialmitglied Norbert Kraxenberger.

Hölzlein, Denzler und Körber dankten den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie sicherten zu, sich gemeinsam für starke Bezirke nach Innen wie nach Außen einsetzen zu wollen.

So betonte Denzler, dass das Gemeinwesen im Freistaat auch weiterhin der Bezirke bedürfe. Insbesondere im Sozial- und Gesundheitsbereich warteten viele Herausforderungen. In beiden Bereichen habe die dritte kommunale Ebene einen großen Schatz an Kompetenzen und jahrzehntelanger Erfahrung, so der oberfränkische Bezirkstagspräsident.

Er nannte hier stellvertretend das weitere Ringen der Bezirke im Blick auf die Hilfe zur Pflege. Hier gelte es, wie auch Fritz Körber deutlich machte, unvermindert Flagge zu zeigen und für die eigenen guten Argumente in dieser wichtigen Frage zu werben.

Verbandspräsident Hölzlein erinnerte in seiner Grundsatzrede darüber hinaus auch an die Strukturreform im Maßregelvollzug und die Schaffung von zukunftsfähigen Rahmenbedingungen der ambulant-psychiatrischen Versorgung. Dass die Privatisierung der Forensik verhindert werden konnte, nannte der alte und neue Verbandspräsident – unter starkem Beifall der Delegierten – einen großartigen Erfolg“.

Besonders am Herzen liege den Bezirken zudem die weitere Verbesserung der Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt. Hier habe man die Chance auf eine „Win-Win-Situation“, die das finanzielle und fachliche Engagement in jeder Hinsicht rechtfertigte. Gerade auf Grund der steigenden Fallzahlen wollen sich die Bezirke nachdrücklich dafür einsetzen, hier diesen Menschen auf ihrem beruflichen Lebensweg ein verlässlicher und starker Partner zu sein.

Besonders hob Hölzlein in Bad Windsheim schließlich die Kulturarbeit hervor. Die Tagung „Alter und Kultur“ habe untermauert, was hier an Chancen vorhanden sei, einer älter werdenden Gesellschaft eine sinnvolle und kreative Mitarbeit anbieten zu können. Die regionale Kulturarbeit bleibe ein somit wichtiger Pfeiler bezirklicher Arbeit, weil sie Identität schaffe und vor Ort die Menschen ganz unmittelbar erreiche.

Dem stimmten auch Günther Denzler und Fritz Körber in einem Pressegespräch zu. „Die Bündelung all unserer Stärken im Sozialen, der Gesundheit und der Kultur muss gefestigt und ausgebaut werden. Das alles wird unsere Arbeit in den kommenden Jahren prägen. Mit viel Optimismus, Tatkraft und fachlicher Kompetenz“, machte Vizepräsident Denzler in Bad Windsheim klar.

Ulrich Lechleitner

 

Eintrag vom: 19.01.2009