Psychiatrischer Krisendienst

Psychiatrischer Krisendienst (Foto: ljubaphoto – istock.com)
Das bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG) verpflichtet die Bezirke bis zum 1. Juli 2021, für die Versorgung von Menschen in psychischen Krisen ein rund um die Uhr erreichbares psychosoziales Beratungs- und Hilfeangebot – den psychiatrischen Krisendienst – für ganz Bayern auf- bzw. auszubauen und anschließend zu betreiben.

Die Bausteine des Krisendienstes sind spezielle Leitstellen, mobile Krisenteams sowie ein Netzwerk der Regelversorgung.

Ansprechpartner

Celia Wenk-Wolff
Leitung Referat Gesundheit und Psychiatrie
Stellv. Geschäftsführendes Präsidialmitglied
Telefon: 089/ 21 23 89 - 13
c.wenk-wolff@bay-bezirke.de

Katharina Schmidt
Referentin
Telefon: 089/21 23 89 - 14
k.schmidt@bay-bezirke.de

Eines der Kernelemente des Krisendienstes ist eine Leitstelle in jedem Bezirk, die unter einer bayernweit einheitlichen Rufnummer rund um die Uhr erreichbar sein soll. Über ein sogenanntes Georouting sollen die Anrufenden dann automatisch zu der für sie zuständigen Leitstelle geleitet werden. Die Krisendienste müssen mit Fachkräften besetzt und ärztlich geleitet oder begleitet sein. Aufgabe des Fachpersonals ist es, am Telefon zu beraten und je nach Situation auch deeskalierend auf den Anrufenden einzuwirken. Die Fachkräfte müssen einschätzen, ob eine sofortige Intervention vor Ort mit dem Entsenden des mobilen Krisenteams erforderlich ist, oder gegebenenfalls ein Termin in der sogenannten Regelversorgung vermittelt werden kann (z. B. Psychiatrische Institutsambulanz, niedergelassener Facharzt oder Sozialpsychiatrischer Dienst). Die mobilen Krisenteams, die innerhalb einer Stunde vor Ort sein können und ebenfalls mit Fachkräften besetzt sind, sowie ein schlagkräftiges Netzwerk der Regelversorgung sind weitere wichtige Elemente des Krisendienstes.

Die Organisationsform und Anbindung der Leitstellen sowie der mobilen Teams sind regional unterschiedlich in den Bezirken gestaltet. Angesichts unterschiedlicher Strukturen wie Bevölkerungsdichte, Verkehrsanbindung und Dichte des regionalen Versorgungsangebots werden die Bezirke auch bei der Organisation der sehr personalaufwändigen mobilen Hilfen unterschiedliche Wege gehen.
 

Gemeinsame Qualitätsstandards

Die bayerischen Bezirke haben gemeinsame und verbindliche Qualitätsstandards für alle Krisendienste beschlossen. Darin wurden Leitgedanken, fachliche Grundlagen, Krisenverständnis, Leistungsangebot, Verwaltungs- und Organisationsstruktur, Qualifizierung und Unterstützung der Mitarbeitenden sowie Aspekte zu Kooperation und Vernetzung niedergeschrieben.
Diese Qualitätsstandards können hier heruntergeladen werden:
Qualitätsstandards für psychiatrische Krisendienste >
 

Links zu den bereits bestehenden Krisendiensten

Krisendienst Oberbayern: www.krisendienst-psychiatrie.de
Krisendienst Mittelfranken: www.krisendienst-mittelfranken.de    

Weiterführende Informationen zum Download

Datei-Typ Dokumenten-Titel Dokumenten-Art Download
(PDF) Qualitätsstandards für Krisendienste Information
(PDF) Regionale psychiatrische Krisenversorgung Information