Arbeiten

Arbeiten(Foto: Ferran Traité Soler – istock.com)
Arbeit und Beschäftigung haben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Sie stärken das Selbstwertgefühl, schaffen soziale Anerkennung, ermöglichen finanzielle Unabhängigkeit und stabilisieren das psychische Gleichgewicht. Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung können oftmals aufgrund ihrer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen. Um Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Erwerbsleben zu ermöglichen, fördern die Bezirke als Träger der Eingliederungshilfe alternative Beschäftigungsmöglichkeiten.

Ansprechpartner

Peter Wirth
Leitung Referat Soziales
Telefon: 089/ 21 23 89 - 17
p.wirth@bay-bezirke.de

Celia Wenk-Wolff
Leitung Referat Gesundheit und Psychiatrie
Stellv. Geschäftsführendes Präsidialmitglied
Telefon: 089/ 21 23 89 - 13
c.wenk-wolff@bay-bezirke.de

  • Förderstätten sind Einrichtungen für Erwachsene mit einer schwersten geistigen, körperlichen oder Mehrfachbehinderung, wenn diese nicht beziehungsweise noch nicht oder nicht mehr in der Lage sind, in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Durch fördernde, pflegerische und betreuende Maßnahmen soll Menschen mit schwerer Behinderung ein Leben in der Gemeinschaft ermöglicht und ein sogenannter zweiter Lebensraum eröffnet werden. Die Betreuung wird dabei den individuellen Bedürfnissen angepasst. Ziel ist die Heranführung an den Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und der langfristige Übertritt dorthin.Schulbegleiter helfen Schülerinnen und Schüler mit (drohender) Behinderung, den Schullalltag besser und möglichst selbstständig zu meistern. Im Rahmen der ambulanten Eingliederungshilfe finanzieren die Bezirke die Schulbegleiter für Kinder und Jugendliche mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung. Schulbegleiter unterstützen junge Menschen mit Behinderung bei lebenspraktischen Tätigkeiten im Schulalltag. Art und Umfang der Hilfe richten sich nach dem individuellen Hilfebedarf.
  • Für viele Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung kommt wegen der Art und Schwere ihrer Behinderung eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht in Frage. Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) bieten eine sinnvolle und langfristige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeit. Durch qualifizierende Maßnahmen und bei persönlicher Eignung sollen Menschen mit Behinderungen dabei unterstützt werden, in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wechseln.
  • Integrationsfirmen sind selbstständige wirtschaftlich agierende Betriebe, die auf dem ersten Arbeitsmarkt angesiedelt sind. Ihre Besonderheit ist, dass sie einen besonders hohen Anteil (30 bis 50 Prozent) an Beschäftigten mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung haben. Zur Werkstatt für Menschen mit Behinderung grenzen sich die Firmen insoweit ab, als sie mit den betroffenen Arbeitnehmern reguläre Ausbildungs- und Arbeitsverträge mit allen arbeits-, tarif- und sozialrechtlichen Konsequenzen abschließen. Neben der Beschäftigung wird zudem auch arbeitsbegleitende Betreuung angeboten, um die Angestellten in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen.
  • Zuverdienstarbeitsplätze sind geschützte, niederschwellig betreute Arbeitsangebote speziell für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Im Rahmen der Zuverdienstgrenzen wird den Betroffenen eine stundenweise Beschäftigung entsprechend ihrem aktuellen Befinden und ihrer Leistungsfähigkeit ermöglicht. Diese rehabilitative und tagesstrukturierende Beschäftigung ist besonders gut geeignet, Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen durch sinnvolle und bezahlte Arbeit zu stabilisieren.