Pressemitteilungen

 
zurück zur Übersicht

Bezirketagspräsident Franz Löffler: „Sudetendeutsche Heimatpflege ist zukunftsorientiert und völkerverbindend“


Bayerischer Bezirketag und Sudetendeutsche Landsmannschaft bekräftigen vertraglich die weitere Zusammenarbeit

München, 21. Mai 2021 - „Seit 30 Jahren fördern die sieben bayerischen Bezirke die Sudetendeutsche Heimatpflege nach besten Kräften“, stellt Franz Löffler, der Präsident des Bayerischen Bezirketags im Rahmen einer Sitzung des Hauptausschusses im Mai 2021 fest. Für Bernd Posselt, den Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe und Bundesvorsitzenden der  Sudetendeutschen Landsmannschaft, der mit den Delegierten über gemeinsam berührende Themen debattierte, hat die Sudetendeutsche Heimatpflege die Aufgabe, kulturelle Traditionen für künftige Generationen zu erhalten und in den Formen der Zeit weiterzuentwickeln. Dem diene auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Partnern in der Tschechischen Republik, die die Sudetendeutschen seit Jahrzehnten durchführen - etwa im Bereich der Denkmalpflege, der Vernetzung von Museen, Archiven und Kulturinstitutionen, bei historischen Forschungen oder Zeitzeugendokumentationen. Beeindruckend sei, wie viele junge Menschen sich gerade auch für Bereiche wie Volkslied, Tracht oder Mundart interessierten.

„Wir bringen mit Erfolg Menschen diesseits und jenseits der bayerisch-böhmischen Grenze zueinander. Hier ist ein gemeinsamer Lebens-, Begegnungs- und Kulturraum entstanden. Da wir Sudetendeutschen aber flächendeckend präsent sind, wollen wir dazu beitragen, dass auch in den anderen Teilen Bayerns und der Tschechischen Republik sowohl Fachleute als auch alle, die sich ehrenamtlich für die Kulturarbeit begeistern, zusammenfinden - in großem Maße heute auch die nachgeborenen Generationen der Vertriebenen“, sagt Posselt. Neben dieser gemeinsamen „Pflege der Wurzeln“ besitze auch die Aufarbeitung der wechselvollen Geschichte im Sinne eines "Nie wieder!" große Bedeutung: "Dabei geht es sowohl um die Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten als auch um die daran anschließende Vertreibung der Sudetendeutschen, die eines der beiden Völker der Böhmischen Länder waren und heute als Vierter Stamm Bayerns eine natürliche Brückenfunktion ausüben", so Posselt.

„Die Sudetendeutsche Heimatpflege ist alles andere als museal oder rückwärtsgewandt, sie ist zukunftsorientiert und völkerverbindend“, stellen Löffler und Posselt übereinstimmend fest. Die kürzlich unterzeichnete Neufassung der gemeinsamen Fördervereinbarung sei eine hervorragende Basis für das „Erfolgsprojekt“ der sudetendeutschen Heimatpflege.